Leitungswasser

Es ist unser bestgeprüftes Lebensmittel. Die über die Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Grenzwerte werden eingehalten. Doch fragt man sich inzwischen zu Recht: genügt das, um gesundes Wasser zu erhalten? Zunehmende Umweltbelastungen aus der Landwirtschaft, der Industrie, den Haushalten und durch Kliniken – namentlich Pestizid-Abbauprodukte, Nitrat und Phosphatdüngung/Uran aus der Landwirtschaft, Medikamentenrückstände sowie Antibiotika aus der Massentierhaltung sowie die immer weitere Anhebung der Grenzwerte stimmen nachdenklich.

 

Zahlen, Daten und Fakten

  • Die Trinkwasser-Verordnung (TVO) schreibt gesetzliche Grenzwerte für 55 Stoffe vor. In Trinkwasser wurden bereits über 2.000 Stoffe nachgewiesen.
  • Grenzwerte sind keine Gesundheitswerte. Sie werden laufend erhöht. Nicht, weil die geprüften Stoffe nach neusten Erkenntnissen doch gesundheitsneutral sind, sondern weil die Kläranlagen und Wasserwerke gegen die Flut der im Wasser enthaltenen Chemikalien, Umweltgifte und Microben mit den herkömmlichen Filteranlagen nicht mehr ankommen.
  • Seit 1980 hat sich so der Grenzwert für die Leitfähigkeit aufgrund der immer stärkeren Belastung unseres Trinkwassers von 280 μs (Mikrosiemens) auf heute 2.790 μs erhöht – er liegt also 10 x höher als vor 33 Jahren. Aus wissenschaftlicher Sicht gesund ist ein Leitwert < 80 μs. Die EU fordert einen Wert von 400 μs.
  • Medikamentenrückstände im Wasser? Ja. Allein in Deutschland sind heute mehr als 80.000 verschiedene Medikamente im Einsatz. Wir Menschen scheiden einen Großteil der eingenommenen Medikamente über den Urin wieder aus. Viele entsorgen abgelaufene Medikamente achtlos in der Toilette.
  • Antibiotika in der Massentierhaltung sind nicht mehr wegzudenken. Hier gibt es keine konkreten Zahlen. Über den Urin und den Kot scheiden die Tiere die Antibiotika wieder aus, sie gelangen ins Grundwasser.
  • Im Abwasser von Kliniken finden sich sowohl resistente Keime als auch hohe Konzentrationen von Antibiotika. Die Resistenz-Gene überleben das Belebtschlamm-Becken der Kläranlagen und geben die Gen-Ringe an bis dato harmlose Wasserbakterien weiter. Diese gelangen über die Flüsse auch in unser Trinkwasser.
  • Für Medikamentenrückstände schreibt die TVO (Trinkwasserverordnung) keine Grenzwerte vor. Die Wasserwerke können diese Stoffe nur zum Teil herausfiltern. Im Leitungswasser finden sich daher Blutfettsenker, Antirheumatica, Schmerzmittel, synthetische Hormone u.v.m. Eine Folge ist die zunehmende Kinderlosigkeit. Kläranlagen können die hormonellen Wirkstoffe aus Kostengründen nicht filtern.
  • Die Landwirtschaft ist angewiesen auf den Einsatz von Phosphat-Düngemitteln – über diese gelangt das giftige Schwermetall Uran in unser Grundwasser. Seit dem 1.11.12 wurde endlich ein Grenzwert von 10 μg (Mikrogramm)/l für Uran in die TVO aufgenommen. Foodwatch und weitere Gesundheitsorganisationen fordern einen Grenzwert von 2μg/l.
  • Aufgrund von Gülle- und Phosphat-Düngung liegen auch die Nitratwerte in ländlichen Gebieten meist deutlich über dem Grenzwert von 50 μg/l. Zahlreiche Brunnen mussten bereits still gelegt werden. Nitrat wandelt sich im Körper in das hochgradig krebserregende Nitrit um. Kinder und Säuglinge sind besonders gefährdet, da sie alle Schadstoffe viel stärker aufnehmen als Erwachsene.
  • In verzinkten Hausleitungen wird Nitrat bereits im Biofilm in Nitrit umgewandelt, hier kann es am Morgen (Stagnationswasser) zu einer bis zu 100fachen Überschreitung des Grenzwertes von Nitrit kommen. Die WHO fordert einen Nitrat-Grenzwert von 10μg/l.
  • Pestizide und Herbizide gelangen über den Regen ins Grundwasser.
  • Die ZDF-Sendung Frontal 21 vom 6.3.2012 brachte die Trinkwasserproblematik auf den Punkt: Medikamentenrückstände, Bakterien und Viren kommen aus unseren Wasserhähnen.
  • Auch über durchbrechende Mülldeponien gelangen Giftstoffe in unsere Seen und Flüsse. Diese Thematik betrifft nicht nur städtische, sondern alle Regionen bundesweit. Mysteriöse Fischsterben, Zwitterbildungen oder Missbildungen der Geschlechtsorgane von Fischen sind die Folge.
  • Tenside aus Waschmitteln und Farbstoffen werden über die TVO nicht geprüft, ebenso nicht Phtalate aus Weichmachern und Kunststoffen.
  • Astbest-Hauptleitungen ab Wasserwerk können Astbestfasern an das Wasser abgeben.
  • Die Rohre der Hausinstallation unterliegen nicht der gesetzlichen Verantwortung. Je nach Beschaffenheit können sie die giftigen Schwermetalle Blei, Zink (Lötstellen), Kupfer und Cadmium ans Wasser abgeben. Besonders Stagnationswasser, welches länger als 4 Stunden in den Leitungen steht, reichert sich damit an. Schwere Erkrankungen können die Folge sein. Tumore, Schädigung des Nervensystems, Nierenschäden etc.
  • Hygienisch relevante Mikroorganismen aus Biofilmen, welche die Innenwände der Hausinstallation benetzen, stellen eine weitere Gefahr dar und sind mit-Ursache für das Vorkommen von Legionellen. Sie überleben Desinfektions-Maßnahmen und gefährden den Menschen.
  • Trinkwasser kann virulente Viren enthalten. Denn die Wasserwerke verfügen meist nicht über die nötige Technik, um diese herauszufiltern.
  • Die Beschaffenheit des Wasserhahns spielt eine weitere Rolle für die Qualität des Wassers, das wir tatsächlich aus unserem Wasserhahn entnehmen. Die meisten Wasserhähne sind aus verchromtem Kupfer gefertigt und geben gesundheitsgefährdende Stoffe wie Nickel an das Wasser ab. Messinglegierungen geben Blei an das Wasser ab. Blei beeinträchtigt massiv die gesunde Entwicklung insbesondere von Kindern.
  • Der Perlator mit seinem feinen, stets feuchten Sieb bietet eine hervorragende Grundlage für die rasante Vermehrung von Keimen und Bakterien. Die hier gemessenen Zahlen übersteigen nicht selten um das 1.000-fache und mehr die gesetzlichen Vorschriften.
  • Die Wasserwerke mischen dem Leitungswasser Chlor bei, um einer bakteriellen Belastung entgegen zu wirken. Chlor ist gesundheitsschädlich. Chlor und andere Chemikalien lassen sich nicht durch Abkochen “töten”, denn durch das Erhitzen sterben nur lebende Organismen ab. Kalk, Schwermetalle etc. werden durch Verdampfen sogar leicht konzentrierter aufgenommen.
  • Insbesondere die oft rechtwinkligen Abknickungen der Hauptleitungen beherbergen Asseln und Käfer, die auch gegen Hochdruckspülungen sowie Desinfektionen mit Chlor oder Ozon resistent sind und sich fest an die innenwände der Rohre krallen. Ihre Kadaver und ihr Kot gelangen auch zum Hausanschluss und in die Entnahmestellen.
  • Laut TVO darf Trinkwasser “zur Verbesserung der Qualität” mit über 25 chemischen Stoffen behandelt werden – diese Liste erinnert eher an ein Chemielabor als an ein “Lebensmittel”.
  • Leitungswasser enthält eine große Anzahl so genannter anorganischer Mineralien, die unseren Körper verschlacken und die Funktion von Zellen und ganzen Organen fortschreitend einschränken. Nach Meinung von anerkannten Wissenschaftlern und Ärzten ist hierin die geheime Ursache für unsere heute bereits bei Kindern und Jugendlichen auftretenden chronischen Stoffwechselerkrankungen zu sehen.
  • Leitungswasser unterliegt qualitativ täglich Schwankungen, da die Wasserwerke stets verschiedene Wässer mischen, um eine möglichst gleich bleibende Qualität innerhalb der Grenzwerte liefern zu können.
  • Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Lebendiges Wasser ist nicht nur rein, sondern VITAL: in der Natur, und dieses Wasser spendet uns tatsächlich Energie, ist es rechtsdrehend verwirbelt, springt über Stock und Stein, ist voller Lichtenergie und Sauerstoff… es hat dadurch keine Schadstoff-Informationen mehr und spendet uns diese Energie spürbar, wenn wir es trinken.
  • Leitungswasser ist chemisch/biologisch keinesfalls rein – energetisch aber ist es “tot”.
  • Es ist hygienisiertes Brauchwasser, linksdrehend, das nach der Aufbereitung mit Druck durch kilometerlange gerade, rechtwinklig abknickende Rohrleitungen geschickt wird. Dieses energetisch “tote” Wasser spendet uns keine Energie sondern überträgt die von ihm gespeicherten Informationen und die in ihm gelösten Stoffe an unseren Körper.

 

Das Umweltbundesamt empfiehlt, Wasser, das länger als 4 Stunden in der Leitung gestanden hat, nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden.